Niklas

Homeoffice

Seit dem großen Corona-Lockdown hat das Thema Homeoffice eine ganz neue Dimension angenommen. Mit einem Mal musste die Arbeit von zuhause aus erledigt werden, gewohnte Arbeitsroutinen wurden auf den Kopf gestellt. Für viele Unternehmen stellte dies eine große Herausforderung dar. Dabei ist das Homeoffice längst schon unabdingbar für eine innovative und fortschrittliche Unternehmensführung geworden. Über 40 Prozent der Arbeitenden in Deutschland wünschen sich regelmäßig von Zuhause aus zu arbeiten. Das hohe Maß an Flexibilität macht es möglich Familie und Job besser zu koordinieren. Außerdem spart man sich die Anfahrtszeit zum Büro und profitiert vom Komfort der eigenen vier Wände. Die Möglichkeit Arbeit im Homeoffice zu erledigen schafft so auch eine Vertrauensbasis und ein gutes Verhältnis zwischen Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen. 

Homeoffice ist im Zuge der Globalisierung erst richtig realisierbar geworden und wird daher auch erst seit den 2000er Jahren praktiziert. Obwohl den meisten wohl der Begriff Homeoffice am geläufigsten scheint, ist für unseren Diskurs besonders der Begriff Telearbeit relevant, denn er bezieht sich nicht nur auf das Arbeiten von zuhause aus, sondern auf alle Arbeitsformen, die außerhalb der Unternehmensgebäude stattfinden. Es lassen sich drei verschiedenen Formen der Telearbeit unterscheiden: Bei der Teleheimarbeit wird die Arbeit komplett von zuhause aus verrichtet, die geläufigste Form der alternierenden Telearbeit sieht vor, dass der Arbeitnehmer zwischen dem Büro und den eigenen vier Wänden als Arbeitsplatz wechselt. In der dritten Form der mobilen Telearbeit wird das zweite Modell um weitere flexible Arbeitsorte wie beispielsweise eine Kundenwohnung ergänzt. 

Der zunehmende Einsatz des Homeoffice zeigt, dass daraus viele Vorteile für ein Unternehmen entstehen. Neben einer erhöhten Motivation der Arbeitnehmer*innen und einer damit einhergehend höheren Produktivität können auch Unternehmenskosten durch das Homeoffice reduziert werden. Trotzdem bringt es auch einige Nachteile mit sich. Es erschwert die Koordination der Arbeit, die Gestaltung neuer Arbeitsverträge und die Kontrolle der Arbeitszeiten. Außerdem fehlen oft die technischen Möglichkeiten, um das Arbeiten von zuhause aus reibungslos zu ermöglichen. Auch die oben erwähnten Vorteile der Telearbeit können sich unter Umständen negativ auswirken. Telearbeit spart zwar Zeit, doch es droht auch schnell die Gefahr, die gewonnene Zeit zusätzlich zu investieren und Pausen auszulassen. Zudem verschwimmen die Grenzen zwischen dem heimischen Leben und der Arbeitswelt, was in vielen Fällen negative Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Dennoch ist die Telearbeit in vielen Fällen durchaus sinnvoll für Arbeitnehmer*innen wie Arbeitgeber*innen. Es müssen jedoch die passenden Rahmenbedingungen geschaffen werden, um einen reibungslosen Workflow auch von Zuhause aus gewährleisten zu können. Außerdem muss klar kommuniziert werden, in welcher Form und unter welchen Bedingungen das Homeoffice genutzt wird. Die Arbeitsabläufe und Routinen eines Unternehmens sollten stets kritisch reflektiert und überdacht werden, um eine möglichst hohe Arbeitnehmerzufriedenheit zu erreichen und in einer sich immer rascher professionalisierenden und technisierenden Arbeitswelt innovativ und konkurrenzfähig zu bleiben.     

Share on facebook
Facebook
Share on linkedin
LinkedIn
Share on whatsapp
WhatsApp